Wenn Stress krank macht

Stress begegnet uns überall im Alltag, ob positiv oder negativ, wir durchleben ihn täglich. Sei es im Beruf, im Studium oder im Privatleben –Stress ist dabei eine natürliche Reaktion unseres Körpers. Er reagiert hierbei auf Herausforderungen und dient somit als eine Art Schutzfunktion.

Wenn Stress in Belastungssituationen eher selten auftritt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sollte er allerdings öfter vorkommen bzw. sich zu einem sogenannten Dauerstress entwickeln, kann dies schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit haben. Hier erfahren Sie allgemeine Informationen zum Thema Stress, hilfreiche Tipps und wann es Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen.

Was ist Stress eigentlich?

Im Prinzip ist Stress nichts schlimmes, allerdings ist der Begriff in unserem alltäglichen Sprachgebrauch meist negativ verankert. Sobald das Wort „Stress“ fällt, wird dies sofort mit etwas Negativem assoziiert. Dabei sollte zwischen zwei Arten von Stress unterschieden werden: in „guten Stress“ auch als „Eustress“ bekannt oder in „schlechten Stress“ bzw. „Disstress“.

Eustress

In der Regel wird Eustress nicht als Belastung empfunden. Diese Art von Stress ist normalerweise kurzlebig, steht in Wechselwirkung mit Entspannung und wird meist als etwas Positives empfunden. Beispiele für Eustress wären die Vorbereitung auf eine Geburtstagsfeier, das Planen einer Hochzeit oder ein bevorstehendes Familientreffen. Diese Art von Ereignissen wirken sich positiv auf unsere Leistungsfähigkeit und auf unser Wohlbefinden aus. Neben dem Adrenalin werden gleichzeitig Glückshormone wie Serotonin ausgeschüttet, weshalb in diesen Situationen in uns „Glücksgefühle“ aufkommen.

Disstress

Diese Form von Stress wirkt sich schlecht auf unsere physische und psychische Gesundheit aus und ist ein Zustand der Überbelastung. Da eine Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche besteht, ist es schwierig hier eine klare Linie zu ziehen. Körper und Seele gehen Hand in Hand. Sollte Distress über einen längeren Zeitraum stattfinden, kann dies zu schweren geistigen und körperlichen Folgen führen.

Welche Symptome zeigt der Körper in Stress-Situationen?

  • Muskelverspannungen/ Schmerzzustände
  • Schlafstörungen/ Konzentrationsschwierigkeiten
  • Herzrasen/ Erhöhter Blutdruck
  • Depressive Verstimmungen/ Antriebslosigkeit/ Burnout
  • Angst und Panikzustände
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Nervöser Magen/ Durchfall

Der Körper reagiert mit zahlreichen physischen sowie psychischen Symptomen auf Stress. Natürlich erlebt dies jeder Mensch anders. Stresssymptome können sowohl akut als auch chronisch auftreten. Sollten die Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg oder besonders stark auftreten, sollten Sie diese bitte nicht ignorieren.

Warnsignale von Dauerstress

Wie bereits erwähnt kann der sogenannte Dauerstress sehr gefährlich werden, wenn er ignoriert wird. Zu den oben aufgeführten Symptomen kommen zudem noch weitere Warnsignale hinzu, bei denen es Zeit wird einen Arzt aufzusuchen und sich helfen zu lassen. Kennen Sie das? Sie grübeln ständig über etwas nach… Meistens lassen die Sorgen einen nicht mehr los, es fällt schwer sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen. Oft sind die Ängste übermäßig und unbegründet, aber Sie können es nicht abschalten. Sie sind oft gereizt und wirken aggressiv, weil alles zu viel wird. Aber dennoch funktionieren Sie.  Sie greifen eventuell zu alkoholischen Getränken oder möglicherweise zu anderen Drogen, um sich von den Themen, die sie belasten für einen Moment zu lösen. Essen und Schlafen verlieren den Rhythmus und der Körper wirkt träge. Die Kraft fehlt und auch die sexuelle Lust, an der die Partnerschaft zusätzlich leidet. Sollten diese Faktoren zu den obigen Symptomen hinzu kommen bzw. auf Sie zutreffen, dann wird es höchste Zeit zu handeln.

Folgen von Dauerstress

Sollten die Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg oder besonders stark auftreten, sollten Sie diese bitte nicht ignorieren. Dauerstress löst oftmals schwerwiegende Krankheiten aus.

Psychische Folgen

  • Extreme Überforderung
  • Hilflosigkeit
  • Entspannung bzw. ausreichende Erholung ist nicht mehr möglich
  • Depressionen
  • Suchterkrankungen
  • Burnout

Körperliche Folgen

  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Gehirns/ Hirninfarkt
  • Asthma
  • Magen-Darm-Geschwüre/ Stoffwechselerkrankungen
  • Häufige Infektionskrankheiten
  • Bluthochdruck/ Herzinfarkt
  • Tinnitus/ Hörsturz
  • Unfruchtbarkeit/ Impotenz
  • Allergien

Tipps gegen Stress

Es ist wichtig, dass Sie lernen auch einmal „Nein“ zu sagen. Sie müssen es nicht jedem Recht machen, denn Sie sollten auf sich und Ihre Bedürfnisse achten. Pflegen Sie weiterhin Ihre Freundschaften und sichern Sie sich persönliche Freiräume, um zu entspannen. Spaziergänge oder Sport im Freien wirken ebenfalls entspannend und machen den Kopf frei. Achten Sie weiterhin auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

In der heutigen Gesellschaft ist Stress weitestgehend „normal“ und wird nicht wirklich als ernsthaftes Problem angesehen. Da nun mal jeder Mensch Stress hat, wird im Alltag meist nicht näher darauf eingegangen. Viele Betroffene sind sich der Konsequenzen nicht bewusst und machen solange weiter, bis das Maß völlig ausgeschöpft ist. Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen und handeln Sie so schnell wie möglich. Reden Sie mit Ihrer Familie, Freunden oder Ihrem Partner über Ihre Probleme und sollte Sie es nicht selbst betreffen haben Sie ein Auge auf Ihre Mitmenschen. Zusätzlich empfehlen wir dringend einen Arzt aufzusuchen und mit ihm diese Symptome zu besprechen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen zum Thema Stress wertvolle Informationen und Tipps liefern konnten. Gerne können Sie bei uns ganz simpel und stressfrei online einen Termin bei einem Arzt in Ihrer Nähe vereinbaren.

Unsere Arztempfehlungen in Berlin:

>> Dr. Nikolaus Höllen

>> Dr. Mariska Jannsen

Bildnachweise

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Bild2: ©  Pexels Quelle: Pixabay

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