Silvesterbräuche – weltweit

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon steht Silvester aufs Neue vor unserer Tür. An diesem besonderen Tag zünden wir Raketen an, lassen die Korken knallen und stoßen feierlich mit unseren Liebsten auf ein gemeinsames frohes, gesundes, neues Jahr an.

Diesen Tag verbringen die Menschen auf der ganzen Welt sehr unterschiedlich. Weltweit haben sich die verschiedensten Bräuche etabliert, mit denen das neue Jahr eingeleitet wird. Wir haben für Sie ein paar interessante Bräuche aus verschiedenen Ländern zusammengefasst.

In Deutschland lässt man es gerne krachen, denn das wunderschöne Feuerwerk gehört bei uns einfach zur Tradition. Jedes Jahr werden mehrere Millionen Euro für Silvesterraketen und Co. ausgegeben. Das Feuerwerk soll nicht nur ordentlich Krach machen, sondern hat auch die Aufgabe böse Geister zu vertreiben. In geselliger Runde unter Familie und Freunden wird meist gemütlich zu Abend gegessen und sich bis Mitternacht mit Spielen und Zukunftsdeutungen die Zeit vertrieben. Bleigießen ist eine altbewährte Tradition, um seine Zukunft für das neue Jahr „vorauszusagen“. Außerdem sind Tischfeuerwerke, Knallbonbons und Knallerbsen sehr beliebt. In den Knallbonbons sind oftmals Glücksbringer in Form von vierblätterigen Kleeblättern, Hufeisen und Schweinchen enthalten, die dazu beitragen, dass das kommende Jahr mit ausreichend viel Glück gesegnet wird. Natürlich darf der Schwarz-Weiß-Filmklassiker „Dinner for One“ ebenfalls nicht fehlen. Kurz vor Mitternacht werden dann die letzten 10 Sekunden heruntergezählt und danach mit Sekt und Co. angestoßen.

Während wir unseren Traditionen nachgehen, haben andere Länder ihre eigenen Rituale und verbringen den Silvesterabend ganz anders. Wir verraten Ihnen die Silvesterbräuche anderer Länder, mit denen Sie gegebenenfalls Ihre Silvesterparty bereichern können:

Spanien

In Spanien bereiten sich die Menschen mit 12 Weintrauben auf den bevorstehenden Jahreswechsel vor. Es ist schon eine Kunst, was die Spanier jedes Jahr um Mitternacht leisten. Denn dort ist es Tradition, pro Glockenschlag jeweils eine Traube um punkt null Uhr zu sich zu nehmen. Wenn man es nicht schafft, bedeutet es Unglück für das gesamte neue Jahr. Ansonsten wird sich etwas gewünscht, in der Hoffnung, dass dieser Wunsch im neuen Jahr in Erfüllung gehen wird. Ebenfalls soll ein goldener Ring im Sekt im Glück bringen. Es gilt den Ring bloß nicht zu verschlucken. Bei den Frauen in Spanien hat sich rote Unterwäsche als Glücksbringer erwiesen und ist somit schon fast zu einer Pflicht geworden.

Italien

Wie bei den Spaniern gehört auch hier die rote Unterwäsche zum Jahreswechsel dazu. Allerdings hat sich dieser Brauch nicht nur bei Frauen etabliert, sondern auch Männer glauben daran, dass das Tragen roter Unterwäsche Glück bringt. Jedoch gibt es einen Haken, die Unterwäsche muss von jemandem geschenkt worden sein und sollte an diesem Tag zum ersten Mal getragen werden. Ein weiterer Brauch vom Land der Pizza und Pasta ist es, um Mitternacht ein Linsengericht zu essen, damit auch im neuen Jahr für das Glück in Gelddingen gesorgt ist. Die Linsen stehen nämlich symbolisch für Münzen.

Griechenland

In Griechenland werden in geselliger Runde lieber Glücksspiele wie beispielsweise Poker gespielt, anstatt Feuerwerkskörper anzuzünden. Das Spiel bestimmt den Verlauf des Silvesterabends. Bis in die Nacht spielen die Menschen um ihre Habseligkeiten. Dabei gewinnt derjenige nicht nur das Geld, sondern zusätzlich eine Extra-Portion Glück. Eine weitere Tradition im Land der mediterranen Küche ist es am Silvesterabend ein Stück Brot zu essen. Hierbei ist Vorsicht geboten, da sich im Brot eine versteckte Münze befindet. Wer die Münze erwischt, dem steht ein glückliches Jahr bevor.

Japan

In Japan betitelt man Silvester als ein Fest des Vergessens: „Bonenkai“. Schon Tage vor Silvester wird das Fest des Vergessens gefeiert und das alte Jahr wird im Kreise der Familie und Freunde verabschiedet. Die Japaner vertreiben die bösen Geister, in dem sie den „alten Schmutz“ aus ihren Häusern putzen und diese dann großzügig mit Kiefern und Blüten dekorieren. Somit können die Menschen „rein und frei“ in das neue Jahr übergehen. Um Mitternacht geht man gemeinsam mit der Familie zum nächsten buddhistischen Tempel. Dort läuten die Glocken 108 Mal, jeder einzelne Glockenschlag symbolisiert die Sünden und Altlasten der Menschen und soll diese vertreiben. Nach diesem Ereignis lässt man beleuchtete Ballons mit Neujahrswünschen vom Tempel aus steigen.

Tschechien

Auch in Tschechien stehen Linsen symbolisch für Geld und werden am Silvesterabend um Mitternacht verzehrt. Somit überlassen die Menschen in Tschechien, wie die Italiener, ihre finanzielle Absicherung nicht dem Zufall. Darüberhinaus spielen in diesem Land Zukunftsprognosen ebenfalls eine große Rolle. Hier werden Äpfel halbiert, um am Kerngehäuse die Zukunft abzulesen. Dabei ist die Anordnung der Apfelkerne ausschlaggebend: sind die Apfelkerne in Sternform ausgerichtet bedeutet das Glück und wenn die Kerne ein Kreuz bilden droht Unheil. Eine sehr skurrile Methode, aber mal was anderes, als Blei gießen! Wenn Sie also mal eine neue Schicksalsprognose ausprobieren möchten, bietet sich diese super an!

Frankreich

Wer auf das spektakuläre Feuerwerk um null Uhr nicht verzichten kann, der wird in Frankreich leider bitter enttäuscht. Im Land der Liebe geht es in der Silvesternacht eher ruhiger zu. Hier stoßen die Menschen lieber mit Champagner in Hülle und Fülle auf das neue Jahr an und genießen das Silvesterfest meist mit traditionell gutem Essen im Kreise der Familie und Freunden.

Wir hoffen wir konnten Ihnen ein paar interessante Einblicke anderer Sitten aus verschiedenen Ländern zu Silvester verschaffen und Sie möglicherweise dazu inspirieren, den einen oder anderen Brauch selbst in der Runde auszuprobieren. Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wenn Sie noch keine Pläne für diesen besonderen Abend haben, lassen Sie sich in einem Restaurant Ihrer Wahl verwöhnen. Hier unsere Tipps aus Berlin, Hannover und Köln:

Berlin

Hannover

Köln

Bildnachweise:

Bild 1: © geralt ; Quelle: Pixabay

Bild 2: © Pexels ; Quelle: Pixabay

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